Cache directory "/mnt/web7/31/24/51074424/htdocs/wp-content/plugins/ttftitles/cache" is not writable.Zähne + Maulhöhle

Füllungen, Kronen, Wurzelbehandlungen, Korrekturen von Fehlstellungen beim Tier? Gibt es so etwas? Ja!

Inzwischen hat in der Tiermedizin die moderne Zahnheilkunde Einzug erhalten. Wurden früher lädierte Zähne einfach gezogen, können heute spezialisierte Tierarztpraxen zahnerhaltend arbeiten und einiges mehr. Unsere Praxis verfügt über die modernste Zahnbehandlungseinheit, sowie über ein digitales Dental Röntgensystem.

Letzteres bringt neben einigen Vorteilen sogar geringere Kosten für den Tierbesitzer! Durch das Entfallen der manuellen Filmentwicklung sparen wir Zeit ein. Dadurch verringert sich die Narkosedauer Ihres Tieres. Ein weiterer Vorteil: der digitale Sensor braucht eine viel geringere Strahlendosis. Somit verringert sich auch erheblich die Strahlenbelastung! Zudem entfallen die Entwicklungschemikalien und somit ist diese Technik umweltfreundlich.

Im folgenden möchten wir Sie anhand von Fragen und Antworten über die wichtigsten Eckdaten zum Thema Zähne informieren:

Wann brechen die Milchzähne, wann die Bleibenden durch?

Zwischen der 3.-6. Lebenswoche tritt das Milchgebiss bei Hund und Katze durch und mit 7 Monaten sollte das Bleibende vollständig sein.

Was wenn Milchzähne nicht ausfallen?

Milchzähne werden von den sogenannten Odontoklasten abgebaut. Treten hier Störungen auf, kann der bleibende Zahn bei dem Versuch durchzubrechen beschädigt werden. Auch können Fehlstellungen entstehen.
Als Faustregel gilt: Wackelt der Milchzahn nicht deutlich sobald die Spitze des bleibenden Zahnes durchgebrochen ist, sollte dringend ein fachkundiger Tierarzt aufgesucht werden, denn oft muss der Zahn gezogen werden!

Was kann ich für die Zahngesundheit meines Tieres tun?

Wie auch beim Menschen: Zähneputzen!! Es gibt speziell gebogene Zahnbürsten und auch Zahnpasta mit Hühnchengeschmack. Ein zahnfreundliches Leckerli zur Belohnung motiviert zum Mitmachen!
Desweiteren sollte ihr Hund/Katze höchstens 1-2 Mahlzeiten am Tag erhalten. Je länger die fressfreie Phase anhält, desto besser kann die zahnreinigende Wirkung des Speichels ihre Arbeit verrichten! Ochsenziemer oder kommerzielle Zahnsäuberungsknochen sind nützliche Helfer um der Entstehung von Plaque und Zahnstein vorzubeugen.

Warum sind manche Individuen mehr und andere weniger von Zahnstein betroffen?

Neben den oben erwähnten Prophylaxemassnahmen spielen die individuelle Zahngesundheit, der Zahnungstand (Kurznasige Rassen haben oft Zahnengstellungen in denen sich Futterreste ansammeln), der Speichelfluß, die Ernährung und das Alter eine Rolle.

Was ist zu tun, wenn sich Zahnstein gebildet hat?

Zuerst entstehen Zahnbeläge (Plaque), diese mineralisieren unter Bakterieneinfluss zu Zahnstein und Konkrementen (unterhalb des Zahnfleisches). Dieser sollte entfernt werden, da er zum einen meist eine nicht ungefährliche Bakterienschleuder darstellt, oft zu Zahnfleischentzündungen führt und nicht zuletzt auch den Geruchssinn ihres Tieres negativ beeinflußt!

Gibt es Qualitätsunterschiede beim Entfernen von Zahnstein? Ja!

Zunächst wird mit eine Ultraschallscaler der Zahnstein entfernt. Hierbei ist eine fachgerechte Haltung des Scalers besonders wichtig, da sonst Schmelzschäden gesetzt werden können. Dies ist die einfachste Form der Zahnsteinentfernung. Einen langfristigeren zahnsteinfreien Zeitraum verspricht folgende zusätzliche Massnahme: Entfernung der extrem harten Konkremente per Hand mit einem Spezialinstrument unterhalb des Zahnfleisches, bearbeiten der Zähne mit einem Spezialpolierer, anschließendes Polieren, Desinfizierung der Zahntaschen und Fluoridieren.

Mein Tier hat eine Zahnfraktur. Was tun?

Wie auch beim Menschen haben unsere Haustiere ein Pulpa im Zentrum ihrer Zähne. Hier verlaufen Nerven und Blutgefäße und stellt somit lebendes Gewebe dar. Die meisten Frakturen führen zu einer Eröffnung dieser Pulpahöhle und öffnen damit Tür und Tor für Bakterien. Dies kann nachfolgend zu einer Infektion führen, die auf den Kieferknochen überspringen kann.

Muss der Zahn dann gezogen werden?

Nein! Wie auch beim Menschen können wir zahnerhaltende Füllungen oder gar Wurzelbehandlungen - falls notwendig - durchführen. In unserer Praxis arbeiten wir mit zahnfarbenen Kunststoffen der modernen Generation, welche nicht mehr schrumpfen. Amalgamfüllungen lehnen wir aufgrund des umstrittenen Schädigungsfaktors ab.

Zahnfleischentzündungen - vor allem bei der Katze. Ein umfassendes Thema!

Seitenweise Diskussionen wurden zu diesem Thema geschrieben, viele Ursachen Vermutet, viele Therapiekonzepte entwickelt. Viren, Bakterien, Entzündungen, Störungen im Mineralstoffwechsel - all das scheint zusammen ursächlich zu sein. Wichtig zu wissen ist, das bei einer Krankheitsform (die FORL), die oft mit Zahnfleischentzündung einhergeht, die Zähne “resorptive Läsionen” aufweisen. Das bedeutet, das der Zahn sich im Grunde auflöst und das leider meist von der Wurzel her. Das ist ein hochschmerzhaftes Geschehen. Oft sehen die Zähne oberflächlich normal aus, doch erst im Röntgenbild offenbart sich das Ausmaß der Zerstörung.

Solche Zähne können nur noch gezogen werden. Begleitende Maßnahmen wie Interferone, Homöopathika, Chlorhexidinspülungen,..usw.. sollten erfolgen, bringen jedoch allesamt nur vorübergehende Erfolge. Diese Erkrankung ist leider fortschreitend.